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Kaufnebenkosten in Sachsen: Rechner, Tabelle und Spartipps

Kaufnebenkosten in Sachsen berechnen: 5,5 % Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler auf einen Blick – mit interaktivem Rechner und Beispielrechnung.

Veröffentlicht am 19. Juli 2026

Ihr AnsprechpartnerRobin Tobermann · Geschäftsführer
Kaufnebenkosten in Sachsen: Rechner, Tabelle und Spartipps – Immo Hub Leipzig

Das Wichtigste in Kürze

  • In Sachsen kommen auf den Kaufpreis rund 7–9 % Nebenkosten obendrauf – ohne Maklerprovision.
  • Größter Posten ist die Grunderwerbsteuer mit 5,5 % des Kaufpreises.
  • Notar und Grundbuchamt kosten zusammen üblicherweise etwa 1,5–2,0 %.
  • Die Maklerprovision wird beim Verkauf an private Käufer per Gesetz hälftig geteilt (§ 656c BGB).

Welche Kaufnebenkosten fallen in Sachsen an?

Wer in Leipzig oder im Umland eine Immobilie kauft, zahlt nicht nur den Kaufpreis: Bis zur Eintragung ins Grundbuch kommen mehrere Pflicht-Posten hinzu, die nicht über den Immobilienkredit mitfinanziert werden sollten, sondern in der Regel aus Eigenkapital zu leisten sind. Die drei festen Blöcke:

  • Grunderwerbsteuer: 5,5 % des Kaufpreises – der sächsische Landessatz. Details und legale Gestaltungsspielräume erklärt unser Ratgeber zur Grunderwerbsteuer in Leipzig.
  • Notar: Beurkundung von Kaufvertrag und Auflassung, Treuhandabwicklung – die Gebühren sind bundesweit im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) festgelegt.
  • Grundbuchamt: Auflassungsvormerkung, Eigentumsumschreibung und ggf. Grundschuldeintragung. Notar und Grundbuch zusammen liegen üblicherweise bei etwa 1,5 bis 2,0 % des Kaufpreises.

Dazu kommt – je nach Objekt – die Maklerprovision: Beim Verkauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses an private Käufer schreibt § 656c BGB die hälftige Teilung zwischen Käufer und Verkäufer vor. Den vereinbarten Gesamtsatz nennt das Exposé; was in der Provision alles enthalten ist, zeigt unsere Seite zur Maklerprovision in Leipzig.

Kaufnebenkosten-Rechner: Ihr Gesamtbudget in Sekunden

Kaufpreis eingeben, optional den Maklersatz aus dem Exposé ergänzen – der Rechner zeigt alle Posten einzeln und die Gesamtsumme.

Beurkundeter Kaufpreis ohne bewegliches Inventar.

Die Höhe ist Vereinbarungssache; bei Doppeltätigkeit zahlen Käufer und Verkäufer je die Hälfte (§ 656c BGB).

Unverbindliche Orientierung. Notar-/Grundbuchkosten richten sich nach dem GNotKG und dem Einzelfall (z. B. Grundschuldbestellung); maßgeblich sind die tatsächlichen Rechnungen.

Beispielrechnung: Wohnung für 300.000 € in Leipzig

Ein vereinfachtes Beispiel macht die Größenordnung greifbar (Annahme: 300.000 € Kaufpreis, Maklerprovision 6 % zzgl. MwSt. hälftig geteilt – die konkreten Sätze können abweichen):

  • Grunderwerbsteuer (5,5 %): 16.500 €
  • Notar und Grundbuch (ca. 1,5–2,0 %): 4.500 bis 6.000 €
  • Käuferanteil Maklerprovision (3,57 % inkl. MwSt.): 10.710 €
  • Summe Nebenkosten: rund 31.700 bis 33.200 € – etwa 10,6 bis 11,1 % des Kaufpreises.

Ohne Makler – etwa beim Kauf vom Bauträger oder privat – bleiben rund 21.000 bis 22.500 € (7,0 bis 7,5 %). Wie viel Eigenkapital Banken dafür üblicherweise sehen wollen, erklärt der Ratgeber Eigenkapital beim Hauskauf.

Häufige Fragen zu den Kaufnebenkosten

Wann muss die Grunderwerbsteuer bezahlt werden?

Der Bescheid vom Finanzamt kommt einige Wochen nach der Beurkundung; fällig ist die Steuer einen Monat nach Bekanntgabe. Erst nach Zahlung stellt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus – ohne sie keine Eigentumsumschreibung im Grundbuch.

Kann ich die Kaufnebenkosten mitfinanzieren?

Banken finanzieren die Nebenkosten in der Regel nicht mit – sie sind der klassische Eigenkapital-Einsatz. Eine Finanzierung über 100 % des Kaufpreises hinaus („110-%-Finanzierung“) ist nur in Ausnahmefällen und zu deutlich schlechteren Konditionen möglich. Mehr dazu in unserem Überblick zur Immobilienfinanzierung.

Wer zahlt den Makler – Käufer oder Verkäufer?

Beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an private Käufer gilt seit Ende 2020 die gesetzliche Teilung: Der Verkäufer muss mindestens die Hälfte tragen (§ 656c BGB). Käufer und Verkäufer zahlen also üblicherweise je 50 % des vereinbarten Satzes.

Sind Notar und Grundbuchamt verhandelbar?

Nein. Die Gebühren sind im GNotKG bundeseinheitlich festgelegt und richten sich nach dem Kaufpreis – jeder Notar rechnet identisch ab. Sparen lässt sich hier nur durch eine schlanke Vertragsgestaltung, etwa wenn keine Grundschuld eingetragen werden muss.

Fallen beim Kauf vom Bauträger andere Nebenkosten an?

Die Posten sind dieselben, aber es gibt zwei Besonderheiten: Meist entfällt die Maklerprovision, und die Grunderwerbsteuer wird bei getrennten Verträgen für Grundstück und Bauleistung im Regelfall trotzdem auf den Gesamtpreis fällig („einheitliches Vertragswerk“). Hier lohnt die frühe Beratung.

Vom Budget zur passenden Immobilie

Steht das Gesamtbudget, beginnt die Suche: Aktuelle Angebote finden Sie unter Wohnung kaufen in Leipzig und Haus kaufen in Leipzig – oder Sie legen ein Suchprofil an und erhalten neue Objekte, bevor sie auf den Portalen stehen.

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