Immobilie in der Erbengemeinschaft verkaufen: So einigen Sie sich
Erbengemeinschaft & Immobilie: einigen, auszahlen oder verkaufen – Wege, Kosten und typische Konflikte, erklär…
AnsehenEigentumswohnung (ETW) einfach erklärt: Definition & Bedeutung, Unterschied zur Mietwohnung und zum Mehrfamilienhaus, Hausgeld & WEG.
Veröffentlicht am 13. Februar 2025 · Aktualisiert am 25. Oktober 2026
Ihr AnsprechpartnerRobin Tobermann · Geschäftsführer
Mit immo-hub-KI bearbeitet
Das Wichtigste in Kürze

Bei Besichtigungen von Eigentumswohnungen in Leipzig werden wir immer wieder gefragt: „Sind die anderen Wohnungen im Gebäude auch Eigentumswohnungen?“ Diese Frage zeigt, dass der Unterschied zwischen einer Eigentumswohnung (kurz: ETW) in einer Wohneigentümergemeinschaft und der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, das nur einer Person gehört, nicht ganz klar ist. Beide Immobilientypen können vom Eigentümer selbst genutzt oder vermietet werden. Doch es gibt entscheidende Unterschiede, die potenzielle Käufer kennen sollten.
Eine Eigentumswohnung ist ein einzelnes Wohnobjekt innerhalb eines Mehrfamilienhauses, das separat veräußert werden kann, da dieses Mehrfamilienhaus durch eine Teilungserklärung in die einzelnen Eigentumswohnungen (Sondereigentum) aufgeteilt wurde. Käufer erwerben nicht nur die Wohnung selbst, sondern auch einen Anteil am gemeinschaftlichen Eigentum des Gebäudes, darunter Treppenhaus, Dach oder Garten. Die Verwaltung erfolgt über eine Eigentümergemeinschaft, die über wichtige Entscheidungen abstimmt und die gemeinschaftlichen Kosten trägt.
Eigentumswohnung: Der Eigentümer besitzt nur eine einzelne Wohnung innerhalb eines Gebäudes. Entscheidungen über gemeinschaftliches Eigentum wie Fassadenanstriche oder Sanierungsmaßnahmen (z.B. Strangsanierungen) werden in der Eigentümergemeinschaft getroffen, in der jeder Eigentümer einen gewissen Stimmenanteil erhält.
Mehrfamilienhaus: Der Besitzer eines Mehrfamilienhauses hat die volle Kontrolle über das gesamte Gebäude, einschließlich aller Wohnungen und gemeinschaftlichen Flächen. Er kann frei über Sanierungen, Umbauten oder Modernisierungen entscheiden.
Eigentumswohnung: Nach dem Kauf fallen monatlich Hausgeldvorauszahlungen sowie die Zuführung des eigenen Beitrags zur Instandhaltungsrücklage an. Sollten Sanierungs- oder Renovierungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum anstehen, werden diese i.d.R. aus der Instandhaltungsrücklage gezahlt, insofern diese ausreichend gefüllt ist. Sollte dies nicht der Fall sein, kann eine Sonderumlage auf die Eigentümer der einzelnen Eigentumswohnungen verteilt werden.
Mehrfamilienhaus: Der Eigentümer trägt sämtliche Kosten für Instandhaltung, Renovierung und Verwaltung selbst. Gleichzeitig hat er jedoch die Möglichkeit, sämtliche Mieteinnahmen zu behalten und die Immobilie nach seinen Vorstellungen zu bewirtschaften.
Eigentumswohnung: Eine Eigentumswohnung ist ideal für Personen, die mit geringerem Kapitaleinsatz in den Immobilienmarkt einsteigen möchten. Sie kann sowohl selbst genutzt als auch vermietet werden. In der Regel werden die Eigentümergemeinschaften durch eine Hausverwaltung verwaltet, welche im Interesse der Gemeinschaft agiert. Zu unterscheiden ist hier die eben genannte Verwaltung des Gemeinschaftseigentums – der sogenannten WEG-Verwaltung im Auftrag der Eigentümergemeinschaft (einfach gesagt: aller Eigentümer) und der Sondereigentumsverwaltung (SEV). Die SEV beinhaltet die Betreuung des Mietverhältnisses im Auftrag eines jeden einzelnen Eigentümers. Einmal im Jahr gibt es eine ordentliche Eigentümerversammlung, welche über anstehende Ereignisse entscheidet.
Mehrfamilienhaus: Wer ein Mehrfamilienhaus besitzt, hat die Möglichkeit, die Wohnungen nach Belieben zu vermieten oder selbst eine Einheit zu beziehen. Allerdings erfordert diese Art der Investition meist ein größeres finanzielles Engagement und einen höheren Verwaltungsaufwand. Die Verwaltung eines Mehrfamilienhauses gleicht der Verwaltung des Sondereigentums in einer Eigentümergemeinschaft, da hier alle Entscheidungen von einem Eigentümer getroffen werden.
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Leipzig wächst kontinuierlich – sowohl wirtschaftlich als auch demografisch. Besonders in beliebten Vierteln wie Plagwitz, Gohlis oder der Südvorstadt sind Eigentumswohnungen begehrt. Sie bieten eine attraktive Möglichkeit, in den Immobilienmarkt einzusteigen, ohne die hohen finanziellen und administrativen Anforderungen eines Mehrfamilienhauses zu übernehmen. Hohe Lebensqualität, eine gute Infrastruktur und in den vergangenen Jahren gestiegene Immobilienpreise sprechen dafür – eine Garantie für die künftige Wertentwicklung gibt es allerdings nie, entscheidend bleiben Lage, Zustand und Kaufpreis des einzelnen Objekts. Aktuelle Angebote mit Exposé und Besichtigungstermin finden Sie auf unserer Seite Eigentumswohnung in Leipzig kaufen.
Der Kern-Unterschied: Die Eigentumswohnung gehört Ihnen – mit eigenem Grundbuchblatt, Stimmrecht in der Eigentümergemeinschaft und der Freiheit, selbst zu wohnen oder zu vermieten. Die Mietwohnung nutzen Sie dagegen nur auf Zeit gegen Miete. Im Alltag spürbar wird das beim Hausgeld: Als Eigentümer zahlen Sie monatlich Hausgeld an die Gemeinschaft, aus dem unter anderem die Rücklage für künftige Instandhaltungen aufgebaut wird – Mieter kennen diese Position nur indirekt über die Nebenkosten. Dafür bauen Eigentümer Vermögen auf, tragen aber auch Instandhaltungs- und Wertänderungsrisiko selbst.
Die laufenden Kosten bestehen aus dem monatlichen Hausgeld – es bündelt die Betriebskosten (etwa Wasser, Müll, Hausstrom, Versicherungen), die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage und die Verwaltervergütung – plus der Grundsteuer, die Eigentümer direkt an die Stadt zahlen. Wie hoch das Hausgeld konkret ausfällt, steht im Wirtschaftsplan der Eigentümergemeinschaft und hängt von Gebäudezustand, Rücklagenpolitik und Ausstattung (etwa einem Aufzug) ab; bei Vermietung ist nur der umlagefähige Teil auf Mieter umlegbar. Vor dem Kauf lohnt deshalb der Blick in Wirtschaftsplan, Protokolle und Rücklagenstand – und was eine konkrete Wohnung wert ist, klärt die kostenlose Immobilienbewertung Leipzig.
Beide Immobilientypen haben ihre Vorzüge. Eine Eigentumswohnung eignet sich besonders für Kapitalanleger oder Eigennutzer, die von einer wertstabilen Immobilie profitieren möchten, ohne die vollständige Verantwortung für ein ganzes Gebäude zu tragen. Wer jedoch eine langfristige Rendite aus mehreren Mietwohnungen erzielen und volle Entscheidungsfreiheit genießen möchte, könnte mit einem Mehrfamilienhaus besser beraten sein. Wer umgekehrt ein Mehrfamilienhaus verkaufen möchte, steht vor der Wahl, es in Eigentumswohnungen aufzuteilen oder es als Ganzes an Kapitalanleger zu veräußern.
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