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Mietrendite berechnen: Rechner, Formeln und ehrliche Richtwerte

Mietrendite berechnen: kostenloser Rechner für Brutto- und Nettorendite plus Kaufpreisfaktor – mit Formeln, Beispiel und Einordnung. Jetzt berechnen.

Veröffentlicht am 29. August 2026

Robin Tobermann, Geschäftsführer bei Immo HubIhr AnsprechpartnerRobin Tobermann · Geschäftsführer
Mietrendite berechnen: Rechner, Formeln und ehrliche Richtwerte – Immo Hub Leipzig

Das Wichtigste in Kürze

  • Bruttomietrendite = Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100 – schnell gerechnet, aber nur eine erste Näherung.
  • Aussagekräftig ist die Nettorendite: Sie zieht nicht umlegbare Kosten ab und rechnet die Kaufnebenkosten in die Investition ein.
  • Der Kaufpreisfaktor (Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete) ist die gleiche Information aus Käufersicht – je niedriger, desto höher die Rendite.
  • Eine pauschal „gute" Rendite gibt es nicht: Lage, Zustand und Risiko gehören immer in die Bewertung.

Ob eine Wohnung als Kapitalanlage taugt, entscheidet sich an einer Zahl: der Mietrendite. Sie setzt die Mieteinnahmen ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital – und macht Objekte damit vergleichbar, vom Altbau in Leipzig-Gohlis bis zum Neubau am Stadtrand. Mit dem folgenden Rechner ermitteln Sie Brutto- und Nettomietrendite sowie den Kaufpreisfaktor in wenigen Sekunden.

Wir vermitteln laufend vermietete Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser an Kapitalanleger in Leipzig – aus dieser Praxis stammen auch die Hinweise unter dem Rechner, welche Posten Einsteiger am häufigsten vergessen.

Mietrendite-Rechner

Kaufpreis und monatliche Kaltmiete eingeben – optional Kaufnebenkosten-Satz und nicht umlegbare Kosten für die Nettorendite.

Bei Leerstand: die realistisch erzielbare Marktmiete.

Sachsen: 5,5 % Grunderwerbsteuer + ca. 2 % Notar/Grundbuch; Maklerprovision ggf. zusätzlich.

Z. B. WEG-Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, Mietausfallwagnis.

Unverbindliche Orientierung, keine Anlage- oder Steuerberatung. Nicht berücksichtigt: Finanzierung, Steuern (AfA, Werbungskosten), Wertentwicklung und individuelle Risiken wie Leerstand oder Sanierungsstau.

Die Formeln: Brutto- und Nettomietrendite

Die Bruttomietrendite ist die schnelle Überschlagsrechnung:

Bruttomietrendite = Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100

Beispiel mit angenommenen Werten: Eine Wohnung kostet 200.000 € und bringt 650 € Kaltmiete im Monat, also 7.800 € im Jahr. Die Bruttorendite beträgt 7.800 ÷ 200.000 × 100 = 3,9 %.

Die Nettomietrendite ist die ehrlichere Zahl – sie berücksichtigt, dass ein Teil der Kosten nicht auf Mieter umlegbar ist und dass beim Kauf Nebenkosten anfallen:

Nettomietrendite = (Jahreskaltmiete − nicht umlegbare Kosten) ÷ (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) × 100

Zu den nicht umlegbaren Kosten zählen vor allem Instandhaltungsrücklage, Verwaltung (bei Eigentumswohnungen der nicht umlegbare Teil des Hausgelds) und ein Ansatz für Mietausfall. Die Kaufnebenkosten – in Sachsen Grunderwerbsteuer 5,5 % plus Notar und Grundbuch – rechnet unser Kaufnebenkosten-Rechner exakt aus. Im Beispiel oben drücken schon 7,5 % Nebenkosten und 1.800 € nicht umlegbare Kosten die Rendite von 3,9 % auf rund 2,8 % – dieser Unterschied entscheidet über die Wirtschaftlichkeit.

Kaufpreisfaktor: dieselbe Frage aus Käufersicht

Der Kaufpreisfaktor (auch „Vervielfältiger") ist die Umkehrung der Bruttorendite: Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete. Im Beispiel: 200.000 ÷ 7.800 ≈ Faktor 25,6 – der Kaufpreis entspricht also gut 25 Jahreskaltmieten. Faustregel: Faktor 20 entspricht 5 % Bruttorendite, Faktor 25 entspricht 4 %, Faktor 33 entspricht 3 %.

Profis rechnen bei vermieteten Objekten zusätzlich mit dem Ertragswertverfahren – der normierten Bewertungsmethode, die neben der Miete auch Bodenwert, Bewirtschaftungskosten und Restnutzungsdauer einbezieht. Für die Abschreibung vermieteter Objekte lohnt außerdem ein Blick auf die Restnutzungsdauer und AfA.

Was ist eine gute Mietrendite?

Eine ehrliche Antwort statt einer Pauschalzahl: Es kommt auf das Risiko an. Eine hohe Rendite ist kein Geschenk, sondern der Preis für Unsicherheit – schwächere Lage, Sanierungsstau, unsichere Vermietbarkeit. Eine niedrigere Rendite in gefragter Lage kann die bessere Anlage sein, wenn Wertentwicklung und Vermietbarkeit stimmen. Drei Prüffragen aus unserer Vermittlungspraxis:

  • Ist die Miete marktgerecht? Eine zu niedrige Bestandsmiete kann Potenzial bedeuten, eine überhöhte Miete täuscht Rendite vor. Vergleichswerte liefert der Mietspiegel Leipzig.
  • Wie ist der Zustand? Anstehende Instandhaltung gehört gedanklich auf den Kaufpreis – sonst rechnet sich die Rendite schön.
  • Trägt sich das Objekt nach Finanzierung? Entscheidend ist am Ende der Cashflow nach Zins, Tilgung und Rücklagen, nicht die Rendite-Kennzahl allein.

Wie sich Kaufpreise und Mieten in Leipzig aktuell entwickeln – und in welchen Stadtteilen Anleger suchen –, zeigen unsere Seiten Kapitalanlage in Leipzig und Immobilienpreise Leipzig.

Für Eigentümer: Die Rendite bestimmt auch Ihren Verkaufspreis

Die gleiche Rechnung gilt in der Gegenrichtung: Wer eine vermietete Wohnung verkaufen will, verkauft an Kapitalanleger – und die kalkulieren mit Faktor und Rendite. Eine marktgerechte, sauber dokumentierte Miete ist deshalb bares Geld beim Verkauf. Aus über 560 begleiteten Verkäufen wissen wir, welche Faktoren Leipziger Anleger aktuell akzeptieren – und führen eine Käuferliste mit geprüften Kapitalanlegern für Leipziger Objekte. Was Ihre vermietete Wohnung heute wert ist, ermitteln wir kostenlos.

Häufige Fragen zur Mietrendite

Wie berechnet man die Mietrendite?
Bruttomietrendite: Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis, mal 100. Nettomietrendite: Jahreskaltmiete abzüglich nicht umlegbarer Kosten, geteilt durch Kaufpreis plus Kaufnebenkosten, mal 100. Die Nettorendite ist die aussagekräftigere Kennzahl.
Rechnet man die Mietrendite mit Kalt- oder Warmmiete?
Immer mit der Kaltmiete. Die Nebenkosten in der Warmmiete sind durchlaufende Posten des Mieters und keine Einnahme des Eigentümers.
Was ist ein guter Kaufpreisfaktor?
Der Faktor ist die Umkehrung der Bruttorendite: Faktor 20 entspricht 5 Prozent, Faktor 25 entspricht 4 Prozent Bruttorendite. Ob ein Faktor angemessen ist, hängt von Lage, Zustand und Mietniveau ab – ein pauschaler Grenzwert wäre unseriös.
Welche Kosten gehören in die Nettorendite?
Alle Posten, die der Eigentümer trägt und nicht umlegen kann: Instandhaltungsrücklage, Verwaltungskosten (bei Wohnungen der nicht umlegbare Teil des Hausgelds) und ein realistischer Ansatz für Mietausfall. Beim Kauf zusätzlich die Nebenkosten auf die Investitionssumme.
Spielt die Finanzierung in die Mietrendite hinein?
In die klassische Mietrendite nicht – sie bewertet das Objekt unabhängig von der Finanzierung. Für die persönliche Entscheidung zählt aber der Cashflow nach Zins und Tilgung; dafür lohnt eine separate Finanzierungsrechnung.
Gilt die Rechnung auch für Mehrfamilienhäuser?
Ja, mit denselben Formeln – nur die Kostenseite ist umfangreicher (Verwaltung, Leerstand einzelner Einheiten, Instandhaltung am Gesamtgebäude). Bei Mehrfamilienhäusern arbeiten Profis zusätzlich mit dem Ertragswertverfahren.

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