Checkliste für den erfolgreichen Immobilienverkauf in Leipzig
Schritt für Schritt zum Verkauf: Unterlagen, Preisfindung, Vermarktung und Notartermin – die Checkliste der Im…
AnsehenHaus verkaufen ohne Makler: Was Sie wirklich sparen, welche Aufgaben auf Sie zukommen und wann sich ein Makler lohnt. Jetzt ehrlich vergleichen.
Veröffentlicht am 29. August 2026
Ihr AnsprechpartnerRobin Tobermann · Geschäftsführer
Das Wichtigste in Kürze
Ein Haus verkaufen ohne Makler – geht das? Ja, selbstverständlich. Es gibt keine gesetzliche Pflicht, einen Makler zu beauftragen, und in bestimmten Konstellationen ist der Privatverkauf sogar die vernünftigste Lösung. Die ehrliche Antwort auf die Frage „mit oder ohne Makler?“ lautet deshalb nicht „immer mit“, sondern: Es kommt auf Ihre Situation an – auf den Käufer, die Lage, Ihre Zeit und Ihre Verhandlungserfahrung.
Diese Seite ist bewusst kein Werbeprospekt. Aus über 560 begleiteten Verkäufen in Leipzig kennen wir beide Seiten: Verkäufe, die privat reibungslos gelaufen wären – und Fälle, in denen Eigentümer nach Monaten in Eigenregie mit gedrücktem Preis zu uns kamen. Hier finden Sie den kompletten Aufgabenkatalog, eine ehrliche Ersparnis-Rechnung und die Fehler, die im Privatverkauf wirklich Geld kosten. Damit Sie selbst entscheiden können.
Es gibt Konstellationen, in denen wir Eigentümern offen sagen: Das können Sie gut selbst machen. Typische Fälle:
Schwieriger wird der Privatverkauf erfahrungsgemäß bei erklärungsbedürftigen Objekten (Sanierungsstau, Erbbaurecht, vermietete Häuser), bei emotionaler Bindung ans Elternhaus – und immer dann, wenn der Angebotspreis ohne Marktdaten „nach Gefühl“ festgelegt wird. Dazu unten mehr.
Die wichtigste Zahl zuerst – und sie ist kleiner, als viele denken. Seit dem 23. Dezember 2020 gilt für den Verkauf von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen an private Käufer die gesetzliche Provisionsteilung (§§ 656c, 656d BGB): Der Käufer muss nie mehr zahlen als der Verkäufer. In der Praxis wird die Provision deshalb fast immer hälftig geteilt.
Ein Rechenbeispiel – die Annahmen legen wir offen: Bei einem Kaufpreis von 300.000 € und einer marktüblichen Gesamtprovision von 6 % inklusive Umsatzsteuer entfallen auf Sie als Verkäufer 3 %, also 9.000 €. Das – und nur das – ist Ihre mögliche Ersparnis beim Verkauf ohne Makler. Nicht die vollen 18.000 €, die in manchen Rechnungen kursieren. Welche Sätze in Leipzig üblich sind und wie die Teilung im Detail funktioniert, lesen Sie im Ratgeber Maklerprovision in Leipzig.
Von dieser Ersparnis gehen eigene Kosten ab, die sonst der Makler trägt: Energieausweis, Portalinserate, professionelle Fotos, Unterlagenbeschaffung – und Ihre Arbeitszeit. Was beim Verkauf insgesamt an Kosten anfällt, mit und ohne Makler, schlüsselt unser Ratgeber Kosten beim Hausverkauf auf.
Beim Verkauf ohne Makler sind Sie Vermarkter, Terminkoordinator, Verhandlungsführer und Abwickler in einer Person. Diese neun Stationen kommen auf Sie zu.
Unterlagen zusammenstellen
Grundbuchauszug, Flurkarte, Baupläne, Wohnflächenberechnung, Nachweise zu Sanierungen – Käufer und vor allem deren Banken verlangen ein vollständiges Paket. Fehlende Unterlagen beim Amt zu beschaffen kostet Wochen. Was alles dazugehört, zeigt unsere Checkliste für den Immobilienverkauf.
Energieausweis beschaffen – Pflicht, kein Kann
Der Energieausweis ist gesetzlich vorgeschrieben (§§ 79 ff. GEG): Die Pflichtangaben gehören schon in die Immobilienanzeige, spätestens bei der Besichtigung müssen Sie den Ausweis unaufgefordert vorlegen. Verstöße sind eine Ordnungswidrigkeit, für die ein Bußgeld von bis zu 10.000 € droht (§ 108 GEG). Wie Sie an einen gültigen Ausweis kommen: Energieausweis erstellen lassen.
Marktwert ermitteln und Angebotspreis festlegen
Die folgenreichste Entscheidung des gesamten Verkaufs. Grundlage sollten echte Marktdaten sein – Vergleichsverkäufe, Zustand, Mikrolage – nicht Portal-Angebotspreise, die oft Wunschpreise sind.
Exposé erstellen und Fotos machen
Aufgeräumtes Haus, gutes Licht, vollständige Objektangaben, Grundrisse: Das Exposé entscheidet, wer überhaupt anfragt. Worauf es ankommt, haben wir im Ratgeber Das perfekte Immobilien-Exposé zusammengefasst.
Inserieren und Anfragen managen
Privatinserate auf den großen Portalen kosten je nach Laufzeit und Paket meist einen niedrigen bis mittleren dreistelligen Betrag. Danach beginnt die eigentliche Arbeit: Anfragen sichten, Besichtigungstouristen von ernsthaften Interessenten trennen, Rückfragen beantworten – oft abends und am Wochenende.
Besichtigungen durchführen
Termine koordinieren, das Haus jedes Mal präsentabel machen, kritische Fragen zu Zustand und Nachbarschaft souverän beantworten – und dabei wahrheitsgemäß bleiben: Wer bekannte Mängel verschweigt, riskiert später Gewährleistungsansprüche wegen Arglist (§ 444 BGB).
Bonität der Käufer prüfen
Vor der Reservierung gehört eine Finanzierungsbestätigung der Bank oder ein Eigenkapitalnachweis auf den Tisch. Ein geplatzter Kaufvertrag wegen gescheiterter Finanzierung kostet Monate – und die Notarkosten des geplatzten Vertrags bleiben fällig.
Kaufvertrag und Notartermin
Die notarielle Beurkundung ist gesetzlich vorgeschrieben (§ 311b BGB) – der Notar entwirft den Vertrag und beurkundet neutral, er berät aber nicht einseitig in Ihrem wirtschaftlichen Interesse. Verhandlungspunkte wie Übergabetermin, Inventar oder Mängelregelungen müssen Sie selbst klären. Was der Termin kostet: Notarkosten beim Hauskauf.
Kaufpreiszahlung und Übergabe
Erst nach der Mitteilung des Notars ist der Kaufpreis fällig; danach folgen Schlüsselübergabe, Zählerstände und ein sauberes Übergabeprotokoll. Auch hier gilt: dokumentieren, nicht per Handschlag.
Aus über 560 begleiteten Verkäufen – darunter viele, die zuvor privat versucht wurden – sehen wir immer wieder dieselben Muster:
Ehrlich gerechnet ist der Verkauf in Eigenregie ein Nebenjob über mehrere Monate: Unterlagen beschaffen, Exposé und Fotos, Anfragen beantworten, Besichtigungen an Abenden und Wochenenden, Verhandlungen, Vertragsabstimmung mit dem Notariat. Wie lange der Gesamtprozess dauert, hängt stark von Lage, Objekt und Preis ab – von wenigen Wochen bei gefragten Objekten mit realistischem Preis bis zu deutlich über einem Jahr bei zu hohem Einstiegspreis.
Diese Zeit sollten Sie ehrlich gegen Ihre Situation halten: Wer berufstätig ist, nicht vor Ort wohnt (etwa bei einem geerbten Haus) oder den Verkauf neben einer Trennung oder Pflege stemmen muss, unterschätzt den Aufwand fast immer.
Für diese Gegenüberstellung rechnen wir bewusst nicht mit Branchenversprechen, sondern nur mit offen gelegten Annahmen (Beispiel Kaufpreis 300.000 €) – was unsere eigene Verkaufsstatistik zum Vergleich Makler- vs. Privatverkauf sagt, finden Sie transparent auf der Seite zur Maklerprovision:
Das ist der ehrliche Kern der Entscheidung „mit oder ohne Makler“: Es ist keine Frage der Provision, sondern der Frage, wer den besseren Preis durchsetzt – und was Ihnen Ihre Zeit und Nerven wert sind. Fällt die Antwort zu Ihren Gunsten aus: verkaufen Sie selbst. Sind Sie unsicher, hilft der nächste Abschnitt.
Sie müssen die Entscheidung nicht am Anfang treffen. Der pragmatische Weg, den wir vielen Eigentümern empfehlen – auch solchen, die am Ende privat verkaufen:
So oder so gilt: Ein Verkauf ohne belastbare Wertermittlung ist der einzige Weg, der sich nie empfiehlt.
Ob mit oder ohne Makler: Ohne belastbaren Marktwert verschenken Sie Geld. Lassen Sie Ihr Haus kostenlos bewerten – mit DEKRA-zertifiziertem Bewerter im Team – und entscheiden Sie danach frei, welchen Weg Sie gehen. Unverbindlich, ohne Verkaufsdruck.
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